Gehirn ist leistungs­fähiger durch Meditation

Autor: Gute Nachrichten am 30. August 2021 

Eine Studie, die die Wirkung von Meditationen untersuchte, bestätigte, was viele Menschen, die meditieren, schon lange vermuten.

Buddhistische Mönche sagen dies seit Jahrhunderten, während spätere Anwender aus der westlichen Welt in letzter Zeit ebenfalls dies vermuten. Nun haben Forscher aus den USA  wissenschaftlich untersucht, ob die tägliche Meditation tatsächlich das Gehirn schneller macht und die Fähigkeit, sich besser zu konzentrieren, fördert.

Meditierender junger Mann sitzt im Schneidersitz auf einer grünen Wiese. Seine Hände sind in Gebetshaltung und vor dem Herzchakra platziert.
Regelmäßige Meditation verbessert die Leistung des Gehirns
Photo by Damir Spanic on Unsplash

Forscher an der Binghampton Universität, New York, verwendeten Gehirn-Scans, um zu sehen, ob tägliche Meditationen von zehn Minuten die kognitiven Fähigkeiten von zehn Studenten verbessern würden.

Nachdem man die Scans vor und nach dem achtwöchigen Versuch verglichen hatte, stellte sich heraus, dass die Meditation bei den Probanden dazu führte, dass das Umschalten im Gehirn zwischen den zwei Zuständen, wach aber nicht fokussiert und voll konzentriert, schneller vor sich geht.

Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Nature veröffentlicht und sie bewiesen, dass die Teilnehmer den Wechsel zwischen den beiden oben beschriebenen Zuständen schneller durchführen konnten. Die Ergebnisse zeigen, dass regelmäßige Meditation das Potenzial hat, die Gehirnleistung zu verbessern.

Die Versuchsreihe brachte zwei Forscher an der Universität zu einem Meinungsaustausch. Dozent George Weinschenk, ein Befürworter von Meditation und Assistenzprofessorin Weiying Dai, eine Skeptikerin gegenüber Meditation. Beide sind Mitglieder des Lehrstuhls für Computer Science. Weinschenk sagte: „Ich sagte Weiying, dass meditieren einen positiven Effekt auf das Gehirn hat. Sie war ein wenig skeptisch, ob man in kurzer Zeit das Meditieren lernen könne.

 

Die Ergebnisse zeigen das Potenzial der Meditation, die Gehirnleistung zu erhöhen

Da man nur wenige Versuchsteilnehmer hatte, ist noch mehr Forschungsarbeit nötig. Trotzdem haben die Ergebnisse Frau Dai von den Vorteilen der Meditation überzeugt. Sie äußerte: „Ich bin ziemlich überzeugt von der wissenschaftlichen Basis der Meditation nach dem Ende der Studie.“ Sie will jetzt eine Versuchsreihe starten, um zu erforschen, ob man damit Autisten und Alzheimerpatienten helfen kann.

Eine Frau sitzt auf dem Boden im Schneidersitz mit einer Klangschale in der Hand.
Die Art des Meditierens variiert: Sitzend, stehend, liegend - Hauptsache man macht es.
Photo by Conscious Design on Unsplash

 

Wie meditiert man?

Ein kurze Anleitung wie man mit wenig Aufwand und Zeit sich eine meditative Pause gönnt:

Finde eine bequeme Sitzposition
Setze Dich in einen Sessel und stelle die Füße flach auf den Boden. Du kannst auch mit gekreuzten Beinen auf dem Boden sitzen (Schneidersitzt, Lotussitz). Aber auch knien oder Dich auf den Boden legen, ist möglich. Bleibe auf jeden Fall in einer für dich bequemen Position für etwa zehn Minuten.

Konzentriere Dich auf Deinen Atem
Schließe Deine Augen und konzentriere Dich auf Deinen Körper. Nun fokussiere Dich auf Deinen Atem. Du kannst Deinen Atem in Deinen Nasenlöchern spüren oder Du merkst, wie sich Dein Bauch hebt und senkt. Wenn deine Gedanken abschweifen, was sicher passiert, kehre zu Deinem Atem zurück. Vermeide, Dich selbst zu bewerten, lasse Deine Gedanken zurückkehren zu Deinem Atem.

Beginne den Rest Deines Tages
Wenn zehn Minuten vorbei sind, öffne sanft Deine Augen. Hallte für einen Moment inne, um Deine Umgebung wahr zu nehmen, Geräusche und Gerüche inbegriffen. Bemerke wie Du dich fühlst, dann beginne mit Deinem Tag.

 

Auch vor dem Einschlafen bietet sich eventuell täglich die Gelegenheit, sich im Bett flach und ganz entspannt auf den Rücken zu legen und den Atem kommen und gehen zu lassen. Entweder man schläft nach kurzer Zeit ein – was völlig in Ordnung ist – oder man beendet die Meditation nach ein paar Minuten bewusst.

Im Prinzip spielt es keine Rolle wann oder wie oft man meditiert, jedoch ist es von Vorteil, wenn man den Tag damit startet oder beendet. Ist man sehr geübt im Meditieren, kann es sogar sein, dass dieser Zustand sich in den Alltag mit einschleicht und in herausfordernden Situationen Stress weniger auftritt und man allgemein Gelassener mit den äußeren Umständen umgehen kann. Das darf jeder gerne einmal für sich herausfinden und beobachten. Ob es dazu Studien gibt? Mag sein. Aber wie heißt es so schön, Probieren geht über Studieren.

 

Quelle: www.positive.news

Kategorien: Wissenschaft Rubriken: Alternative Medizin, Hilfe
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