Mexikos Imker atmen auf: Monsanto verliert Anbaugenehmigung

Autor: Gute Nachrichten am 4. September 2014 

Vor wenigen Wochen hat ein mexikanisches Gericht dem US-Konzern Monsanto die Genehmigung zum Anbau von herbizidresistendem Gentechnik-Soja entzogen, wie der "Informationsdienst Gentechnik" schreibt. Laut der Zeitung The Guardian, begründete der zuständige Richter das Urteil mit Risiken für die Honigproduktion.

Biene in Mexiko, positive nachrichten
© nicoguaro / flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Monsanto hatte die Lizenz zum Anbau von transgenen Sojapflanzen vor etwa zwei Jahren erhalten. Die damalige Genehmigung galt für 250.000 Hektar in sieben Bundesstaaten Mexikos, darunter auch die Halbinsel Yucatán. Doch Anfang August wurde die Genehmigung vom Gericht kassiert. Eine Koexistenz vom Imkerei und Gentechnik-Soja sei nicht möglich, erklärt der Richter, wie The Guardian berichtet.

Mexiko ist weltweit der sechstgrößte Hersteller und der drittgrößte Exporteur von Honig. Auf Yucatán sind über 25.000 Familien von der Honigproduktion abhängig. Diese tropische Region produziert etwa 40 Prozent des Honigs im ganzen Land, von dem fast alles davon in die EU exportiert wird.

Doch in Mexiko spielt nicht nur der Sojaanbau eine wichtige Rolle, auch der Anbau von gentechnisch verändertem Mais ist ein weiteres Streitthema. Mexiko gilt als Ursprungsort und Stätte der biologischen Vielfalt des wichtigen Grundnahrungsmittels Mais. Im Oktober letzten Jahres setzte bereits ein Gericht alle erteilten Genehmigungen zur Freisetzung von transgenem Mais aus.

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich der Konzern die Urteile nicht einfach gefallen lassen und in eine höhere Instanz gehen. Doch es tut sich was und das ist ein positives Zeichen. Man darf gespannt sein wie es weiter geht.

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Quellen: theguardian.com; keine-gentechnik.de

Kategorien: Umwelt Rubriken: Erde, Pflanzen
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