Schnelle Wasserreinigung bei Ölpest

Autor: Gute Nachrichten am 2. Juni 2014 

Ob in Alaska oder vor der französischen Atlantikküste, immer wieder gibt es Meldungen in den Medien über eine Ölpest, verursacht durch eine Tankerhavarie oder, wie im Golf von Mexico, durch eine explodierende Ölbohrplattform. Dabei kommen Abermillionen Wasservögel und Fische zu Tode und das Meerwasser ist für Jahre verschmutzt.

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Neues Material schütz Flora und Fauna vor Öl.
© kalicos / flickr.com (CC BY 2.0)

Jetzt gibt es eine Möglichkeit, die Verschmutzungen des Wassers durch auslaufendes Öl schneller in den Griff zu bekommen. Forscher der University of Durham, England, haben eine Beschichtung entwickelt mit deren Hilfe es gelingt, Öl schneller als bisher von Wasser zu trennen. So berichtet die American Chemical Society. Das Forscherteam um Professor Jas Pal S. Badyal hat eine neuartige Beschichtung entwickelt, die Öl abweisend und gleichzeitig Wasser anziehend ist.
Man kann sich das Ganze wie ein Fliegengitter vorstellen: Läuft das Öl-Wasser-Gemisch durch das Gitter, dann tropft das Wasser durch, während das Öl am Gitter hängen bleibt. Das Öl kann man dann leicht durch einfaches Kippen in einen anderen Behälter abtropfen lassen. Das bedeutet, dass das Öl abperlt und seinerseits nicht das Gitter verschmutzt, so dass man von einem selbstreinigenden Belag sprechen kann.

Wie hat man es bisher gemacht?
Nach Ölkatastrophen hat man Absorptionsmittel wie Wolle oder Stroh verwendet, mit denen man das Öl aufgesaugt hat. Das hat aber den Nachteil, dass nicht nur das Öl sondern auch das Wasser mit aufgesaugt wird. Das hat zur Folge, dass das Öl wieder mühsam von der Wolle oder vom Stroh getrennt werden muss.

Mit dem von Prof. Badyal und seinem Team entwickelten Beschichtungsmaterial ist hier wohl ein Durchbruch geschaffen worden. Das beschichtete "Fliegengitter" aus Durham erlaubt eine schnellere und effektivere Reinigung des Wassers als dies bisher möglich war.

 

Quelle: pressetext.com

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