Beispielhafte Zusammenarbeit von Konfessionen auf den Philippinen

Autor: Gute Nachrichten am 23. Dezember 2013 

Im September wurde die Stadt Zamboanga auf den Philippinen durch einen bewaffneten Konflikt zwischen der Bezirksregierung und der Moro National Liberation Front (MNLF) stark beschädigt. Die MLNF ist eine islamische Rebellenarmee, die für die Errichtung eines unabhängigen moslemischen Staates auf den Philippinen kämpft. Diese Auseinandersetzung rief große Spannungen zwischen den örtlichen Christen und den Moslems hervor. Als jedoch die Kämpfe vorüber waren, näherten sich Mitglieder beider Konfessionen wieder, um sich gegenseitig zu helfen, die Stadt wieder aufzubauen. So berichtete es die philippinische Zeitung Inquirer Mindanao.

Masjid Salahuddin, Sta. Barbara Mosque
Vorher: Das beschädigte Minarett der Moschee Salahuddin (Sta. Barbara Moschee) während der Belagerung Zamboanga.
© asiafoundation.org
Masjid Salahuddin, Sta. Barbara Mosque, restauriert
Nachher: Das neu reparierte und neu gestrichene Minarett der Moschee Salahuddin am 27. November.
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Unter den zerstörten Gebäuden war auch eine katholische Kirche mit dem Namen "Christ the King" ("Christ der König"). Die Mehrheit der Bevölkerung in Zamboangha ist katholisch und man war in der Gemeinde mehr als überrascht, als moslemische Nachbarn kamen, um ihre Hilfe beim Wiederaufbau der Kirche anzubieten. Jimmy Villaflores, der Bezirksvorsitzende, des Distrikts Santa Catalina in Zamboanga, erzählte dem Inquirer: "Wir dachten, sie sehen sich nur nach zerstörten Moscheen um, die wieder aufgebaut werden müssten. Wir haben noch nie davon gehört, dass Moslems helfen würden eine Kirche wieder aufzubauen."

Christ the King Chapel, positive nachrichten
Anwohner helfen, den Vorgarten der ″Christ the King″-Kapelle am 27. November 2013 wieder pünktlich zum Fest ansehnlich zu machen.
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Es fand sich eine Gruppe von Freiwilligen, alles islamischen Glaubens, die helfen wollten, zerstörte Gebäude in der Stadt wieder aufzubauen. Darunter sollten auch christliche Kirchen sein. Innerhalb eines Monats wurde die Kirche zu 90 Prozent wieder restauriert und somit konnten die Gemeindemitglieder am 30. November, dem Kirchweihtag der Kirche "Christ the King" ihren Festtag wieder in ihrer Kapelle begehen.

Julmunier Jubail, ein pensionierter, islamischer Polizeioffizier sagte: "Ich wollte nicht, dass die christliche Gemeinde auf uns runterschaut als ob wir böse Menschen wären, wir waren alle Opfer. Wir hoffen, dass wir es mit unseren beschränkten Möglichkeiten schaffen, dass etwas Schönes dabei herauskommt."

Eine Geschichte, dessen Botschaft gerade zur Weihnachtszeit nicht passender sein könnte. 🙂

 

Quelle: huffingtonpost.com

Herzlichen Dank an Stephi für den Tipp! 🙂

Kategorien: Kultur Rubriken: Frieden, Hilfe
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