Blindenhund rettet seinem Herrchen das Leben

Autor: Gute Nachrichten am 20. Dezember 2013 

Cecil Williams ist blind, doch dank seines treuen Begleiters, dem Blindenhund Orlando, kann er seinen Alltag gut meistern. Vor kurzem stürzte der 61-Jährige auf die U-Bahngleise im New Yorker Stadtteil Manhattan. Orlando rettete ihm sein Leben.

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© joshDubya / flickr.com

An einer U-Bahnstation in Manhattan verlor Williams vergangenen Dienstagmorgen das Bewusstsein. Der Labrador erkannte die Gefahr sofort und fing zu bellen an, während sein Herrchen zu taumeln begann, wie Augenzeugen gegenüber der Nachrichtenagentur AP berichteten. Doch das Bellen half nichts. Williams wurde ohnmächtig und stürzte auf ein Gleis, in dem Moment, als ein Zug einfuhr. Orlando sprang hinterher und versuchte sein Herrchen aus dem Gleisbett zu ziehen und aufzuwecken. Matthew Martin teilte der "New York Post" mit, dass er sich erinnerte, wie der Hund sein Herrchen küsste, um ihn zum Aufstehen zu bewegen.

Augenzeugen riefen um Hilfe. Der Zugführer bremste als er William und Orlando zwischen den Gleisen liegen sah. Doch es war zu spät, denn er konnte den Zug nicht mehr anhalten und fuhr über Hund und Herrchen. Zum Glück wurden die beiden nicht erfasst, da sie in den Zwischenräumen der Gleise lagen. Dennoch trugen sie Verletzungen davon. Beobachter riefen in der Zwischenzeit den Notarzt.

"Der Hund hat mein Leben gerettet", sagt  Williams gegenüber AP.

Als Williams wieder sein Bewusstsein erlangt hatte, hörte er, wie ihm jemand sagte, dass er still sein solle, erinnert er sich. Rettungskräfte legten ihn auf eine Bahre, schafften ihn aus der U-Bahn und versicherten sich, dass Orlando nicht schwer verletzt war.

Derzeit wird Williams in einem Krankenhaus medizinisch versorgt. Auch dort ist Orlando stets an der Seite seines Herrchens und passt auf ihn auf.

Der 61-Jährige ist stolz auf seinen tierischen Freund. Von unendlicher Dankbarkeit erfüllt, lobt er seinen Vierbeiner: "Er führt mich herum und rettet mir täglich das Leben". Bisher ist unklar, warum Williams sein Bewusstsein verlor. Man weiß allerdings, dass der blinde Mann täglich verschiedene Medikamente, darunter auch Insulin, einnehmen muss.

William, aus dem Stadtteil Brooklyn, verlor 1995 sein Augenlicht. Orlando ist bereits sein zweiter Blindenhund. Er wird am 5. Januar elf Jahre alt und wir somit bald in den Ruhestand gehen, erzählt Williams. Die Krankenkasse kann ihm zwar einen Blindenhund bezahlen, doch für einen Nicht-Arbeitshund hat Williams nicht genügend Geld. Somit ist er auf der Suche nach einem guten Zuhause für Orlando.

Wenn er das Geld hätte, sagt Williams: "Ich würde ihn auf jeden Fall behalten".

Das Williams Orlando neben seinem neuen jüngeren Blindenhund behalten könnte, wird wohl kein Traum bleiben: Das Schicksal der beiden erreichte eine Menge Menschen, die bereitwillig spenden wollten. So kamen binnen kürzester Zeit mehr als 80.000 US-Dollar zusammen, wie die Nachrichtenagentur laut Spiegel Online berichtete. Michelle Brier, Sprecherin einer Schule für Blindenhunde, sagt, dass das genug Geld sei, damit die beiden zusammenbleiben können und machte darauf aufmerksam, generell Blindenhunde und deren Ausbildung zu unterstützen.

Williams kämpfte mit den Tränen als er sagte: "Der Geist des Gebens, der Geist von Weihnachten - all das gibt es hier. Ich würde gerne 'Danke' sagen, aber ich suche nach weiteren Worten, die beschreiben, wie sich das für mich anfühlt. Es ist ein Segen, ein Wunder."

Orlandos Zeit als Rentner kann nun kommen. "Er ist 77 Hundejahre alt, ein Senior mit einigen grauen Haaren", erzählt Williams, "jetzt kann er das Leben genießen".

Unter folgendem Link könnt ihr Bilder von Williams und Orlando (weiter unten auf der Seite) im Krankenhaus sehen: huffingtonpost.com.

 

Quellen: nachrichten.yahoo.com; huffingtonpost.com; spiegel.de

Kategorien: Allgemein Rubriken: Handicap, Tiere, Wunder
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