Organische Leuchtdioden für günstigere Displays

Autor: Goose am 22. November 2013 

Heutzutage haben viele ein Smartphone oder ein Tablet, ein Fernseher ist ebenfalls in den meisten Haushalten vorhanden. Natürlich soll es oftmals das beste oder das neueste Modell sein, das man sich gönnt. Was allerdings nicht immer unbedingt mitspielt, ist der Preis. Wer ein Gerät mit hoher Qualität haben möchte, muss damit rechnen, ein wenig mehr Geld dafür auf den Tisch zu legen, so einfach ist das. Doch woher rührt eigentlich der hohe Anschaffungspreis, den man mitunter für ein Smartphone oder ein Tablet zahlen muss?

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LEDs: Neues Verfahren soll mehr Energie sparen.
© Joe Seggiola / flickr.com

Zum Beispiel kann dies auf hochwertige Displays zurückgeführt werden, denn die haben nach dem aktuellen Stand der Technik nun einmal ihren Preis. Doch es gibt diesbezüglich gute Nachrichten, denn das könnte sich bald ändern. Forscher von der Universität Bonn und der Universität Regensburg haben nämlich neuartige LED-Leuchten entwickelt, die rein organisch funktionieren und somit energiesparend und praktisch einsetzbar sind. Nicht nur für Smartphones und Co. wären die OLEDs übrigens einsetzbar, sie könnten auch Küche und Bad entsprechend aufpeppen und Fliesen zum Leuchten bringen. Im Gegensatz zu anderen herkömmlichen LEDs können die neuartigen Exemplare ein scharfes Bild ermöglichen und einen höheren Anteil der verwendeten Energie in Licht umwandeln. Bisher war dieser Schritt enorm kostspielig, da Stoffe wie Platin oder Iridium hinzugefügt werden mussten.

Die OLEDs kommen auch ohne Edelmetalle auf eine hohe Lichtausbeute. Hierfür werden Kohlenstoff und Wasserstoff mit zwei Elektroden verbunden, die an eine Batterie angeschlossen werden. Dadurch fließt Strom aus positiven und negativen Ladungen und wenn diese aufeinandertreffen, kommt es bei ihrer Vernichtung zu einem Lichtblitz. Dies wäre eine effiziente Alternative zur Lichterzeugung in Displays. Ein Durchbruch für die Forschung, inwiefern die Technologie aber dauerhaft und effizient in der Realität eingesetzt werden kann, muss sich noch zeigen. Wenn mehr feststeht, werden wir das vielleicht bald an den Preisen im Handel erkennen.

 

Quelle: pressetext.com

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