Kakao hält Gehirn fit

Autor: Gute Nachrichten am 14. August 2013 

Forscher der Harvard Medical School in Boston fanden vor kurzem heraus, dass ältere Menschen, die täglich Kakao trinken, ihre Gehirne länger gesund halten können. Das Forscherteam um Farzaneh Sorond konnte feststellen, dass bei 60 älteren Personen ohne Demenz zwei Tassen Kakao pro Tag ausreichen, um den Blutfluss im Gehirn zu verbessern. Die Fachzeitschrift Neurology berichtete darüber, dass die Probanden, die sich für das Experiment zur Verfügung stellten, bei Gedächtnistests besser abschnitten.

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Kakaobohne: Kakao verbessert die Blutversorgung des Gehirns.
© Scot Nelson / flickr.com

 

Was steckt drin?

Es fanden bereits mehrere Studien statt, die Kakao mit der Gesundheit der Gefäße in Zusammenhang brachten. Australische Forscher fanden beispielweise vergangenes Jahr heraus, dass durch einen Verzehr von dunkler Schokolade mit mindestens 70 Prozent Kakaoanteil das Herzinfarkt-Risiko verringert werden könnte. Wissenschaftler gehen davon aus, dass zum Teil der hohe Anteil an im Kakao enthaltenen Flavanolen für die Gesundheit der Gefäße verantwortlich sein könnte.

 

Studienverlauf zeigt - Kakao bewirkt aktiveren Blutfluss

 

Die aktuelle Studie wurde mit 60 Personen mit einem Durchschnittsalter von 73 Jahren ausgeführt. Sie alle mussten täglich zwei Tassen Kakao trinken. Die Probanden wurden dabei in zwei Gruppen geteilt. Die eine bekam einen Kakao mit hohem Anteil an Flavanolen, wobei die andere Gruppe nur einen mit geringem Anteil zu sich nahm. Während dieser Zeit sollten die Teilnehmer keine Schokolade zusätzlich essen.
Zu Beginn der Erhebung zeigten Ultraschalltests, dass die Blutversorgung des Gehirns bei 17 Personen eingeschränkt war. Man konnte keinen Unterschied zwischen jenen, die die eine oder andere Kakaosorte tranken, feststellen. Was jedoch deutlich zu erkennen war, war dass beide getrunkene Kakaosorten bei 88 Prozent der Probanden mit einem eingeschränkten Blutfluss deren Zustand verbesserte. Auch bei kognitiven Tests schnitten diese Personen positiver ab. Bei Personen, deren Blutversorgung zu Beginn der Studie normal gewesen war, galt dieser Effekt jedoch nur für 37 Prozent.

 

Neurovaskuläre Kopplung wird erst noch erforscht

 

Sorond erklärt: "Verschiedene Bereiche des Gehirns benötigen für das Erfüllen ihrer Aufgaben mehr Energie und daher auch eine bessere Blutversorgung. Diese neurovaskuläre Kopplung könnte auch bei Krankheiten wie Alzheimer eine wichtige Rolle spielen". Sorond meint, dass die Wissenschaftler mehr über die Blutversorgung des Gehirns und die Auswirkungen auf die Denkfähigkeit lernen würden. Den fehlenden Unterschied zwischen den beiden Kakaoarten führen die Wissenschaftler zum einen darauf zurück, dass unter Umständen auch ein anderer Bestandteil des Getränkes wirksam wird und zum anderen, dass bereits eine geringe Menge an Flavanolen für einen positiven Effekt notwendig sein kann.

Es ist kein Geheimnis, dass Kakao schon lange als sehr gesund gilt. So oder so, natürliche Medizin kann jedenfalls nicht schaden. 😉

 

Quelle: pressetext.com

Kategorien: Gesundheit Rubriken: Schokolade
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