Seltene Bluttransfusion – Hund rettet Kater das Leben

Autor: Gute Nachrichten am 23. August 2013 

In Neuseeland fraß Stubenkater Rory versehentlich Rattengift. Die Lage war ernst, denn der Kater schwebte in Lebensgefahr. Für eine Blutbestimmung war keine Zeit mehr und so entschied sich die zuständige Tierärztin kurzerhand für einen waghalsigen Transfusionsversuch mit Hundeblut.

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Laut diversen Medienberichten zufolge sei es dem Stubentiger sehr schlecht gegangen, nachdem er Rattengift gefressen hatte und an inneren Blutungen litt. Sein Frauchen, Kim Edwards, brachte ihren Kater schnellstmöglich in eine Tierklinik in Tauranga auf der neuseeländischen Nordinsel und muss dort laut Angaben um Hilfe gefleht haben.
Es musste schnell gehen und daher blieb keine Zeit, um die Blutgruppe von Rory im Labor zu bestimmen. "Es war eine jener Situationen, in denen es um Leben oder Tod ging. Also, er wäre gestorben, wenn wir nichts getan hätten", sagte die behandelnde Tierärztin Heller. Sie entschied sich demnach für eine riskante Transfusionsmethode und beschloss dem Kater Hundeblut zu verabreichen.

Spender wurde der schwarze, 18 Monate alte Labrador Macy, dessen Frauchen eine Freundin von Edwards ist, die erst dachte, das Ganze sei ein Scherz aber dann spontan handelte und ihren Hund zur Verfügung stellte. Hund Macy spendete 120 Milliliter Blut – nach einer Stunde war Kater Rory gerettet.
Heller sagte gegenüber der Zeitung "New Zealand Herald", dass sie noch nie zuvor Hundeblut für eine Katze verwendet hatte. Weiter meinte die Tierärztin: "Die Leute werden denken, dass das ziemlich seltsam klingt, und das ist es auch - aber wir hatten Erfolg und haben ein Leben gerettet". Deutsche Tierärzte konnten bestätigen, dass Bluttransfusionen zwischen Hunden und Katzen tatsächlich in Extremfällen angewandt werden können. Katzen haben keine Antikörper, die das Blut von Hunden ablehnen. Deshalb kann eine Transfusion genug Zeit für eine Katze herausholen damit sich deren rote Blutzellen regenerieren können. Allerdings kann nur eine Transfusion vorgenommen werden, da eine zweite Dosis Hundeblut den Tod der Katze bedeuten würde.

Frauchen Edwards berichtete der Zeitung: "Rory ist genau wie früher – verspielt und freundlich. Wir haben keinen Kater, der bellt oder die Zeitung apportiert". Somit blieb die ungewöhnliche Hundeblutspende nach Auskunft der Besitzerin ohne Nebenwirkungen. 🙂

Ein Video mit und über die Beteiligten findet ihr hier.

 

Quellen: 3news.co.nz; n-tv.de; focus.de

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