Wasserstoffherstellung per Fotosynthese

Autor: Gute Nachrichten am 19. Juni 2013 

Der Mensch hätte die perfekte Energiequelle zur Verfügung, falls er die Fotosynthese der Natur kopieren könnte und auf diese Weise Strom oder Treibstoffe herstellen könnte. Genau mit diesem Thema beschäftigen sich derzeit mehrere Forschergruppen weltweit.

Forscher kopieren Fotosynthese und produzieren dadurch Wasser- und Sauerstoff. © twinlili / pixelio.de
Forscher kopieren Fotosynthese und produzieren dadurch Wasser- und Sauerstoff.
© twinlili / pixelio.de

Australischen Forschern ist es kürzlich gelungen, aus Licht, Meerwasser und einem Katalysator, Wasserstoff zu produzieren. Bei dem Katalysator handelt es sich um synthetisches Chlorophyll, das genau dem Blattgrün entspricht, das in Pflanzen Sonnenlicht in Energie umwandelt.

Die Wissenschaftler der University of Wollongong in New South Wales haben es geschafft, das Chlorophyll auf einer flexiblen Unterlage aufzubringen. Darüber lässt man Salzwasser aus dem Meer fließen, das dabei in Wasser- und Sauerstoff aufgespaltet wird, wobei das Salz jedoch nicht verändert wird. Die Australier wissen zwar, dass andere Forschergruppen an der gleichen Problemstellung, Wasserstoff per Fotosynthese zu produzieren, arbeiten, aber sie nehmen für sich in Anspruch, die beste Methode entwickelt zu haben. Sie behaupten, dass fünf Liter Wasser pro Tag ausreichen, um einen Durchschnittshaushalt komplett mit Energie zu versorgen. Gleichzeitig sagen die Forscher, dass es möglich wäre, mobile Anlagen zur Wasserstoffherstellung zu bauen. Dabei denken sie vor allen Dingen an Tankstellen für Elektroautos. Prof. Gerry Swiegers, der Leiter des Forscherteams sagt: „Irgendwann fahren wir allein mit Sonnenlicht und Meerwasser.“

Bis man soweit ist, muss der Katalysator noch in industriellen Stückzahlen produziert werden, aber die Meldung aus Wollongong ist es wohl wert, dass man darüber schreibt.

 

Quelle: green.wiwo.de

Kategorien: Wissenschaft Rubriken: Alternative Energien, Wasser
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