Stevia – gesunder Zuckerersatz aus Südamerika

Autor: Gute Nachrichten am 21. Juni 2013 

Die Stevia-Pflanze har ihren Ursprung in Südamerika und ist unter anderem in Paraguay und Brasilien beheimatet. Der Wissenschaftler Moisés Bertoni beschrieb die , erstmals im Jahre 1899. Stevia wird in vielen Ländern weltweit zu einem gesunden Süßungsmittel verarbeitet. In Japan ist sie beispielsweise seit den 70er Jahren als Süßungsmittel sehr beliebt und nimmt dort 40 Prozent des Süßstoffmarktes ein. In der EU war der Verkauf der Pflanze als Süßstoff bis zum Dezember 2011 verboten. Der fragwürdige Grund für das jahrzehntelange Verbot war eine zweifelhafte Studie, die von keiner geringeren Organisation als Monsanto (!) finanziert wurde. Das Ergebnis stellte sich letztendlich als falsch heraus.

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Die konzentrierte Süße, die man aus Stevia gewinnt trägt den Namen Steviosid und ist etwa 300-mal süßer als gewöhnlicher Haushaltszucker. Stevia hat viele gesunde Eigenschaften, da sie kaum Kalorien (nur 0,21 Kilokalorien je Gramm Steviosid) noch Zucker enthält. Zudem reguliert sie den Blutzuckerspiegel und schützt die Zähne vor Kariesbefall. Momentan wird noch erforscht, ob der Zuckerersatz blutdrucksenkend wirkt.
In der Pflanze stecken Terpine, Flavonoide (insulinsenkend/krebshemmend), Glycoside, Stevioside (besondere Moleküle in den Blättern, die für die Süße verantwortlich sind) und Rebaudiosid A. Dank der Süßkraft ihrer Blätter wird sie auch Süßblatt, Süßkraut, Zuckerkraut oder Honigkraut genannt. Die Pflanze verfügt über lange Blätter und weiße Blütenkörbchen und kann bis zu einem Meter groß werden. Der Geschmack der Blätter der Stevia erinnert an süße Lakritze. Die frischen Blätter (kleingeschnitten) süßen beispielsweise Tees, Salate oder Desserts. Alles rund um Rezepte mit Stevia gibt es in der entsprechenden Literatur oder auf verschiedenen Stevia-Internetseiten.

Es tummeln sich viele Süßstoffe und Zuckerersatzstoffe auf dem Markt, doch keiner sei so natürlich und zugleich vorteilhaft für die Gesundheit wie Stevia. Auch die Zähne bleiben verschont, da die Pflanze keinen Zucker enthält und sogar als anti-kariogen gilt und außerdem die Entwicklung von Plaque verhindert.

Monsanto – Hersteller des Süßstoffes Aspartam – wollte daher bereits im Vorfeld durch seine Studie verhindern, dass ein gesunder Zuckerersatzstoff auf den Süßstoffmarkt gelangt, um Aspertam und Co. den Weg zu sichern. Große Konzerne sind nun interessiert an Stevia, doch zum Glück kann man Pflanzen nicht patentieren lassen. Es gibt allerdings bestimmte Methoden, mit denen gewisse Substanzen aus der Pflanze extrahiert werden können. Die auf spezielle chemische Weise behandelten Substanzen selbst können patentiert werden und so hat bereits Coca Cola 24 Patente auf chemisch behandelte Süßstoffe aus der Stevia-Pflanze angemeldet. Der neue Coca-Cola-Süßstoff heißt Rebiana und hat mit der natürlich gewonnenen Süße aus Stevia, dem Steviosid nichts mehr zu tun. Das Süßungsmittel Stevia kennt man im Allgemeinen auch unter der Bezeichnung "Lebensmittelzusatzstoff E 960".

Wer sich seiner sicher sein möchte, der greift zur natürlichen Variante und kauft Stevia in getrockneter oder pulverisierter Form oder als natürliches Stevia-Extrakt, das aus den ganzen Blättern der Pflanze gewonnen wird. Es gibt auch die Möglichkeit sich selbst eine Jungpflanze nach Hause zu holen, um diese möglichst in einem Topf großzuziehen. Die einjährige Pflanze liebt feuchten, grobkörnigen oder auch sandigen Boden und einen gut geschützten Standort. Optimale Wachstumsbedingungen sind Temperaturen über 20 Grad Celsius. Stevia bekommt man auf Wochenmärkten, in Gartencentern, in Gärtnereien und über den Versandweg. Mehr zum Selbstanbau findet ihr unter freestevia.de.

Schön, dass die Stevia-Pflanz auch im europäischen Raum immer bekannter wird und als natürlicher und gesunder Zuckerersatz nicht nur Diabetiker erfreut. 🙂

 

Quellen: alverde-Magazin (05/2013);  zentrum-der-gesundheit.de

Kategorien: Gesundheit Rubriken: Pflanzen
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