Zürich ruft Bürger zum Guerilla-Gardening auf

Autor: Gute Nachrichten am 10. April 2013 

Wenn Guerilla-Gärtner in Städten unterwegs sind und triste Flecken in bunte, blühende Oasen verwandeln, tun sie dies meist im Verborgenen. Nicht etwa in Zürich in der Schweiz. Wer dort öffentliche Baumrabatten mit Blumen schmücken möchte, kann bei der Stadt jetzt gratis Samen erhalten. Die Samen dürfen auch gerne im eigenen Garten verwendet werden.

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© Grün Stadt Zürich

Es gibt zwei Samenmischungen, "Malven-Power" und "Wilde Blumen", die die Grün Stadt Zürich neu im Angebot hat. Aus den beiden Mischungen sollen Wiesen-Margeriten, Feld-Witwenblumen oder Bisam-Malven wachsen. In den Samensäckchen sind ausschließlich Pflanzen enthalten, die aus dem Inland stammen und eine Höhe von einem Meter nicht überschreiten.
Die Samen sollen an "sinnvollen" Orten, wie vor allem an öffentliche Rabatten unter Bäumen gesät werden. Eine Samentüte würde für zwei bis drei solche Rabatte reichen. Die Stadt vertraut den Leuten und geht davon aus, dass diese respektvoll mit den Samen umgehen und diese nicht an bereits bepflanzten Orten säen. Zudem ist es durchaus erlaubt, die kostenlosen Samenmischungen im eigenen Garten zu verwenden – es nütze der Biodiversität auch dort, wie Lukas Handschin, ein Sprecher der Grün Stadt, gegenüber 20 Minuten Online berichtete.

Die Idee dazu hatte ein Mitarbeiter von Grün Stadt Zürich. Das Bedürfnis, etwas zur Begrünung der Stadt beizutragen ist von Seiten der Bevölkerung vorhanden. Das beste Beispiel dafür ist wohl der stadtbekannte Guerilla-Gärtner Maurice Maggi, der seit Jahrzehnten dafür verantwortlich ist, dass Zürich ein bunt blühender Ort ist.

Auch wenn die Pflanzen erst ein Jahr nach der Aussaat blühen werden, kommen sie danach über mehrere Jahre immer wieder.

Eine schöne, bunte und nachahmenswerte Idee! 🙂

 

Quelle: 20min.ch; stadt-zuerich.ch

Kategorien: Umwelt Rubriken: Pflanzen
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