Niederschläge retten Wasserspiegel im Toten Meer

Autor: Gute Nachrichten am 21. Januar 2013 

Nachdem der Pegel des Toten Meeres seit Jahren gefallen ist, gab es jetzt eine Wende, denn starke Regenfälle haben den Wasserspiegel steigen lassen und damit einen unverhofften Nachschub für ein bedrohtes Biotop geliefert.

See Genezareth – das zweittiefst gelegene stehende Gewässer der Erde.© sumba / piqs.de / CC-BY
See Genezareth – das zweittiefst gelegene stehende Gewässer der Erde.
© sumba / piqs.de / CC-BY

Israelische Medien berichteten letzten Donnerstag, dass sich der Meeresspiegel um etwa zehn Zentimeter gehoben hat, da die umliegenden Flüsse, die das Tote Meer speisen, hauptsächlich der Jarmuk und der Jordan, dem Meer sehr viel Wasser zuführen konnten.

Das Tote Meer, das weltweit bekannt ist für seinen extrem hohen Salzgehalt, ist von der Austrocknung bedroht. Der Hauptgrund hierfür ist wohl die extensive Nutzung des Wassers des Jordan, so dass zu wenig Wasser von dort in das Meer gelangt. Das Tote Meer hat bekanntlich keinen Abfluss und verliert sein Wasser durch Verdunstung unter der heißen Sonne.

Ebenfalls gestiegen ist der Pegel des Sees Genezareth. Dort hat sich der Wasserstand in den letzten zwei Wochen um 94 Zentimeter erhöht, wie die Zeitung "Israel Hajom" berichtet. Der Pegel habe den höchsten Stand seit 2005 erreicht. Der See Genezareth liegt 211 Meter unter dem Meeresspiegel und ist die wichtigste Wasserquelle für Israel.

Auch wenn der Name es nicht erwarten lässt: das Tote Meer ist biologisch nicht tot, denn artenreiche Bakterienmatten bedecken große Bereiche des Meeresbodens.
Steht nicht schon in der Bibel etwas von den "sieben mageren und sieben fetten Jahren"? Vielleicht sind für das Tote Meer und den See Genezareth jetzt wieder die "sieben fetten Jahre" angebrochen.

 

Quelle: spiegel.de

Kategorien: Umwelt Rubriken: Wasser
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