Ein Glas Rotwein - gesunde Zugabe bei Fleischverzehr

Autor: Gute Nachrichten am 18. Dezember 2012 

Übermäßiger Fleischverzehr kann das Risiko für Arteriosklerose erhöhen. Israelische forscher berichten jedoch aktuell, dass ein Glas Rotwein zum Essen diese Gefahr möglicherweise verringern kann.

Weinglas mit Rotwein gefuellt, positive nachrichten
© Stefan Greitzke / pixelio.de

Der Rotwein enthält Polyphenole, die als Antioxidantien wirken. Diese verhinderten bei Testpersonen, dass große Mengen einer schädlichen Substanz ins Blut gelangten, die bei der Verdauung von Fleisch entsteht. Andere Testpersonen tranken zum Fleischverzehr nur Wasser und bei diesen konnten im Blut veränderte LDL-Lipoproteinpartikel nachgewiesen werden. Diese Partikel begünstigen die Ablagerung an den Gefäßwänden. Das berichteten die Forscher in der Zeitschrift "Journal of Functional Foods".

Ron Kohena von der University of Jerusalem schreibt: "Unsere Ergebnisse könnten eine Erklärung liefern für den Zusammenhang zwischen häufigem Fleischkonsum und einem erhöhten Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten". Vierzehn Testpersonen wurde an vier aufeinander folgenden Tagen je eine 250-Gramm-Portion gegrilltes Putenfleisch mit einem Glas Wasser serviert. Die Wissenschaftler entnahmen den Probanden jeweils drei und sechs Stunden nach der Mahlzeit Blutproben zur Analyse. Ein Teil der Testpersonen erhielt eine Woche später gleich große Portionen, die aber nach dem Zerkleinern und vor dem Erhitzen mit Rotwein versetzt worden waren. Dazu bekamen sie ein Glas Rotwein als Getränk.

Durch den Weinkonsum beim Essen verringerte sich der Anstieg des MDA-Gehalts (Malondialdehyd) im Blut um 40 Prozent.  MDA ist ein Stoff, der im Magen bei der Verdauung von Fleisch entsteht, und zwar in der Hauptsache beim Abbau von mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Nach dem Übertritt ins Blut lagert sich diese Substanz an LDL-Lipoproteine an. Diese werden nun möglicherweise so verändert, dass sie Ablagerungen bilden, die zur Verkalkung von Blutgefäßen führen können.

Bei Fleischverzehr ohne Rotwein stieg die Konzentration von MDA-LDL-Verbindungen nach einem Tag um 27 Prozent und nach dem vierten Tag um 96 Prozent. Bei gleichzeitigem Weinkonsum – ein Glas pro Mahlzeit – gab es keinen Anstieg.

Was kann man daraus folgern? Die bekannt schädliche Wirkung des Fleischverzehrs auf die Blutgefäße könnte, so die Wissenschaftler, durch polyphenolhaltige Zusätze, ob in fester oder flüssiger Form, stark abgemildert werden.

 

Quelle: wissenschaft-aktuell.de

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