Deutsche Familienunternehmen sind finanziell gesund

Autor: Gute Nachrichten am 26. November 2012 

Man kennt die Namen der meisten größeren deutschen Familienunternehmen in der Regel nicht. Einige jedoch sind jedem geläufig: der Schrauben- und Werkzeughändler  Würth, der Schuhverkäufer Deichmann oder die Einkaufsmärkte Lidl oder Aldi sind mit die bekanntesten.

Familie, deutsche Familienbetriebe
Laut Studie von Rödl & Partner geht es deutschen Familienbetrieben wirtschaftlich gut.
Bild-Quelle: Gerd Altmann / pixelio.de

Das Beratungs- und Prüfungsunternehmen Rödl & Partner hat in einer Studie die Entwicklung der Eigenkapitalquote und der Liquidität von Familienunternehmen in Krisenzeiten untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind äußerst positiv, wie die Recherchen bei den  500 umsatzstärksten deutschen Familienunternehmen ergeben haben. Bei den wichtigsten Erfolgskennzahlen, der Eigenkapitalquote, der Gesamtkapitalrendite und der Liquiditätskennzahl stehen Familienunternehmen im Vergleich zur Gesamtwirtschaft und zu den Unternehmen, die im Aktienindex Eurostoxx 50 gelistet sind,  überdurchschnittlich gut da.
Hier ein paar kurze Erläuterungen zu den oben erwähnten Fachbegriffen: die Eigenkapitalquote gibt das Verhältnis an zwischen dem Gesamtkapital, das in einer Firma steckt und dem eigenen Geld, das der Firma selbst gehört. Je höher die Quote, desto unabhängiger ist die Firma von Banken und anderen externen Geldgebern. Die Gesamtkapitalrendite enthält die gesamte erwirtschaftete Rendite aus Eigen- und Fremdkapital. Die Liquiditätskennzahl gibt Auskunft darüber, ob ausreichend liquide, also "flüssige" Mittel im Betrieb vorhanden sind.

Im Zeitraum 2008 bis 2010 hat sich die Eigenkapitalquote um etwa acht Prozent auf durchschnittlich 53,7  Prozent gesteigert, das heißt man konnte die Abhängigkeit von fremdem Geldgebern verringern, und das trotz der Krisenjahre 2008 und 2009. Die Unternehmen strotzen förmlich vor Kraft und sie konnten auf Grund ihrer hohen Liquiditätsreserven ihr strategisches Wachstum weiter vorantreiben. Die Familienunternehmen erwirtschafteten im Vergleich zu den fünfzig Aktiengesellschaften im Euro Stoxx 50 eine überdurchschnittlich hohe Gesamtkapitalrendite. Zum guten Schluss noch eine positive Meldung: im Jahr 2010 stieg der Anteil der von Fremdfinanzierungen besonders unabhängigen Familienunternehmen gegenüber dem Jahr 2009 auf 57,8 Prozent.

Ein Hoch auf unsere familiengeführten Unternehmen, denn geht es denen gut, dann sind dort die Arbeitsplätze gesichert und das ist das wichtigste Ergebnis, das aus den guten Zahlen der Studie zu entnehmen ist.

 

Quelle: roedl.de

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