Burma – Oppositionsführerin Suu Kyi möchte Präsidentin werden

Autor: Gute Nachrichten am 10. Oktober 2012 

Wir haben bereits am 2. April und am 20. August Positives über Birma, Burma, Myanmar, ganz wie man will, berichtet. Hier folgt nun eine weitere gute Nachricht aus dem Land: Oppositionsführerin und Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat sich bereit erklärt, Präsidentin in Birma zu werden. "Als Chefin einer politischen Partei habe ich den Mut, Präsidentin zu sein, wenn das Volk es wünscht", sagte sie in der Hauptstadt Rangun. Suu Kyi stand unter der lange regierenden Militärjunta fast 15 Jahre unter Hausarrest. Vor zwei Jahren wurde der Arrest aufgehoben und seit den Nachwahlen im April hat sie einen Sitz im Unterhaus des Parlaments.

Burma, Aung San Suu Kyi
Bild-Quelle: k.h.S. / pixelio.de

Um Präsidentin zu werden, muss allerdings noch die von der Militärregierung im Jahr 2008 verabschiedete Verfassung geändert werden. Dort hat man nämlich festgeschrieben, dass nur derjenige Staatsoberhaupt werden darf, der in seiner engsten Familie keine Ausländer hat. Suu Kyi war jedoch mit einem Engländer verheiratet. Seit 1999 ist sie verwitwet.
Birma hat zwar seit 2011 eine zivile Regierung, in der aber viele der "alten Kameraden" aus der Zeit der Militärdiktatur sitzen, auch der Präsident und Ex-General Thein Sein kommt aus dieser Ecke. Mit vielen Reformen hat er die Zügel gelockert und viele politische Gefangene frei gelassen. Damit hat er sich auf internationaler Ebene viel Anerkennung geholt. Er traf sich mehrmals mit Suu Kyi. Das letzte Treffen fand bei den Vereinten Nationen in New York statt.

Die Partei von Suu Kyi, die Nationalliga für Demokratie (NLD), ist guten Mutes, dass die Verfassung geändert wird und der Weg zu den Präsidentschaftswahlen für Suu Kyi frei wird.
Vielleicht kann man in absehbarer Zeit berichten, dass Birma eine Präsidentin namens Suu Kyi hat. Lassen wir uns überraschen.

 

Quelle: dw.de

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