Schmerzen lindern durch Meditation statt Arznei

Autor: Gute Nachrichten am 6. Oktober 2012 

Etliche Studien belegen bisher, dass sich Konzentration und Aufmerksamkeit durch Meditieren verbessern lassen und sogar Schmerzen geheilt oder gelindert werden. Hirnforscher können nun belegen, dass regelmäßiges Meditieren Schmerzen genauso gut lindert wie starke Medikamente und das ganz ohne Nebenwirkungen.

Meditation. halb Lotussitz, Daumen und Zeigefinger beruehren sich
Meditation: ein natürliches Schmerzmittel das bereits nach vier Sitzungen hilft.
Bild-Quelle: Julien Christ / pixelio.de

Wenn es also weh tut, kann Meditation helfen – ganz zum Schrecken der Pharmaindustrie. Gut so, denn es geht eben auch ganz ohne Medikamente. In dem Experiment stellte sich nun heraus, dass Geistübungen bzw. Geistheilung Schmerzen heilt. Die Forscher konnten dabei messen, was in unserem Gehirn passiert.

Wissenschaftler um Fadel Zeidan von der Wake Forest University im US-Bundesstaat North Carolina, konnten die Stärke messen und die entsprechenden Vorgänge im Gehirn nachweisen. Die Studie erschien im "Journal of Neuroscience" und beweist, dass die Wirkung von Meditation schon nach kurzer Übung einsetzt: Nur vier Tage lang ging die Einweisung im Meditieren für die 15 Probanden. Insgesamt dauerte das Training etwa eineinhalb Stunden. Bei der sogenannten Achtsamkeits-Meditation lernten die Teilnehmer, sich hauptsächlich auf die Atmung zu konzentrieren.

Jetzt mussten zunächst einmal Schmerzen her. Darum steckten die Forscher den Testpersonen eine knapp 50 Grad warme Platte ans rechte Bein. Ganze sechs Minuten wurde die Platte im Abstand von einigen Sekunden an- und ausgeschaltet. Laut Zeidan ist dies ein Zustand, der für die meisten Menschen äußerst schmerzhaft ist. Danach mussten die Probanden aufschreiben, wie stark und unangenehm das Gefühl für sie war. Zur selben Zeit wurde die Hirnaktivität mit Hilfe der Kernspintomographie (MRT) gemessen.

Nach dieser schmerzhaften und unangenehmen Prozedur wurden die Teilnehmer in die Meditation eingewiesen und mussten danach die warme Platte noch einmal über sich ergehen lassen. Doch diesmal sollten sie währenddessen meditieren. Das eindeutige Ergebnis war, dass die Schmerzen zu 40 Prozent weniger intensiv und 57 Prozent weniger unangenehm empfunden wurden, wie die Wissenschaftler schrieben. So sagen sie auch, dass das Werte seien, die manche Schmerztabletten übertrafen. Unter ähnlichen Versuchsbedingungen sei demnach sogar bei Morphium (!) eine etwas geringere Effektivität gemessen worden.

Dass durch meditieren Schmerzen gelindert werden können, konnte man in den letzten Jahren mehrfach belegen. Die Forscher um Zeidan wollten allerdings auch herausfinden, welche Hirnareale für diesen Effekt zuständig sind. Laut MRT spielt sich die Aktivität im sogenannten Gyrus postcentralis ab – eine Region im Großhirn, die unteranderem für die Wahrnehmung von Ort und Intensität von Schmerzen eine entscheidende Rolle spielt. Die Wissenschaftler fanden zudem in anderen Hirnarealen Unterschiede durch das Meditieren, wie etwa im orbitofrontalen Cortex. Dieser Bereich ist an der Bewertung von Sinneseindrücken beteiligt. Zeidan und seine Kollegen gehen davon aus, dass der Grund für die Effektivität der Meditation eben gerade diese Vielfalt an Wirkungen darstellt.

Der einzige negative Punkt bei dieser Studie ist der, dass es keine Kontrollgruppe gab. Dieser Meinung ist zumindest Alex Zautra, Psychologieprofessor an der Arizona State University. Es sei so also nicht auszuschließen, ob ein Teil der Schmerzlinderung möglicherweise durch die bloße Erwartung der Teilnehmer erfolgt sei. Dennoch geht auch Zautra – der im Übrigen vergangenes Jahr nachweisen konnte, dass langsames Atmen das Schmerzempfinden herabsetzen kann – davon aus, dass die Meditation dabei die Hauptrolle spielte, wie er gegenüber SPIEGEL ONLINE erwähnte und bezeichnete die Studie als "wertvoll".

 

Noch ein paar Worte von mir an euch

 

innere Ruhe, in seiner Mitte sein, Meditation
Bild-Quelle: twinlili / pixelio.de

Auch wenn Meditation in erster Linie schon an den Begriff Esoterik erinnert und bei manchen deshalb eher auf Ablehnung stößt, freut es mich, dass es sich eben auch wissenschaftlich belegen lässt. Damit ist es eine Botschaft an alle und eine freudige Bestätigung für all diejenigen, die bereits bewusste Spiritualität leben. Meditation ist also mehr als nur ein bloßer Trend, sondern verbindet uns mehr mit unserem SELBST und bringt uns in der westlichen, oftmals schnelllebigen Welt ein großes Stück innerer Ruhe.

Einer der wichtigsten Dinge, die wir zur Verfügung haben, ist wohl unsere Zeit. Warum diese nicht sinnvoll für unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele nutzen, indem wir uns täglich für ein paar Minuten völlig entspannen und meditieren, einfach in unserer Mitte sind. Man nennt so etwas auch tiefenentspannt sein. Wir alle sind Bewusstsein und haben einen lebhaften Geist. Durch Meditation gelingt es uns, diesen zur Ruhe kommen zu lassen, um gelassen und entspannt durch den Tag zu gehen. Je öfter man dieser Stille beiwohnt desto mehr integriert sie sich in unseren Alltag und desto gesünder gehen wir durchs Leben. Meditation wirkt vorbeugend – zumindest kann ich das von mir und auch von Freunden behaupten. Ich kann es nur jedem empfehlen und wünsche euch von Herzen viel Freude beim Meditieren.

 

Quelle: spiegel.de

Kategorien: Gesundheit Rubriken: Alternative Medizin, Wunder
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