Ausreichend Schlaf verhilft zu einem schlanken Körper

Autor: Gute Nachrichten am 25. Oktober 2012 

Was für das Gemüt gut ist, kann dem Körper nicht schaden. Dass viel Schlaf dabei hilft, schlank zu bleiben oder schlank zu werden, haben Wissenschaftler der Universität Chicago herausgefunden. Wer also abnehmen möchte, sollte zudem darauf achten, dass er möglichst viel schläft, weil auch die Energie-Speicherzellen, also die Fettzellen, ihren Schlaf benötigen, um richtig zu funktionieren.

Schlaf, bitte nicht stören
Bild-Quelle: sassi / pixelio.de

Wer nicht ausreichend schläft, setzt sich einem erhöhten Risiko wie Übergewicht, Diabetes und anderen Gesundheitsproblemen aus.  Das Körperfett sollte allerdings nicht komplett von unserer idealen Vorstellung verdrängt werden.  Körperfett ist nämlich lebensnotwendig, da es Energie speichert und diese wieder freisetzt. Studienautor Metthew Brandy erklärt: "Außerdem zieht es Fettsäuren und Fettmoleküle aus dem Körperkreislauf, wo sie andere Gewebearten beschädigen könnten".

An der Studie waren sechs Frauen und ein Mann beteiligt. Sie alle waren jung, schlank und gesund. Die Probanden mussten vier Nächte hintereinander 8,5 Stunden schlafen. Im zweiten Studienabschnitt ebenfalls vier Nächte, in denen sie allerdings nur 4,5 Stunden schliefen. Während des kompletten Studienzeitraumes bekamen die Testpersonen die gleichen Lebensmittel zu essen. Nach jedem Studienabschnitt entnahmen die Forscher den Probanden Blut und eine kleine Menge Fettgewebe aus dem Bauch.
Das Ergebnis zeigt, dass der Körper der Testpersonen nach den vier Nächten mit wenig Schlaf 16 Prozent weniger gut auf das Hormon Insulin reagierte. Die Empfindlichkeit der entnommenen Fettzellen aus dem Bauch, sank gegenüber dem Insulin um ganze 30 Prozent.

Wenn das Fettgewebe nicht ordentlich auf Insulin reagiert können Störungen auftreten. Diese können dann zu Übergewicht führen, weil beispielsweise müde Fettzellen mehr Hunger verursachen. Dies ist allerdings eine Spekulation der Wissenschaftler, die noch weitere Forschungsarbeit nach sich zieht. So gehen die Forscher also davon aus, dass die Fettzellen möglicherweise weniger Leptin – ein Hormon, das den Appetit zügelt – produzieren.

Eine Studie aus dem Jahr 2008, die damals von kanadischen Forschern im Fachmagazin "Sleep" veröffentlicht wurde, besagt, dass es nicht ganz so einfach ist, durch viel Schlaf abzunehmen, denn auch Langschläfer haben ein erhöhtes Risiko, zuzunehmen. Doch sie sagten auch, dass sieben bis acht Stunden Schlaf gut für das Idealgewicht seien.

Schlafmangel zu vermeiden und ausreichend zu schlafen, kann zumindest alles andere als schaden. Und wie es einem manches Mal ergeht, wenn man zu viel schläft, weiß man ebenso. Man fühlt sich oftmals schlapper und kommt gar nicht recht in die Gänge. Der Körper ist einer unserer besten Lehrer, der uns immer wieder zeigt, was denn das Beste für uns ist. Man muss nur hinhören.

 

Quelle: pm-magazin.de

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