Harmonie und Gleichgewicht statt Weltuntergang

Autor: Gute Nachrichten am 26. Oktober 2012 

Wie vielleicht viele bereits mitbekommen haben geht am 21. Dezember 2012 – der Tag der Wintersonnenwende – die Welt unter. Das behaupten zumindest Verschwörungstheoretiker, die sich dabei hauptsächlich auf den Maya-Kalender berufen. Die Nachfahren der Mayas finden das höchst unangemessen. Ihre Kultur wird schlicht und einfach missbraucht und für finanzielle Zwecke und Angstmacherei benutzt. Das Datum hat für sie dennoch eine Bedeutung, nur dass diese ganz und gar positiv ist.

Gran Jaguar, Templo I, der große Tempel des Zentralplatzes in Tikal
Bild-Quelle: Carlosh / pixelio.de

Die Regierung soll endlich mit dem Ausverkauf der Maya-Kultur aufhören, das fordern Vertreter des Mayavolkes in Guatemala, wo mehr als die Hälfte der fast 15 Millionen Einwohner von Maya-Volksgruppen abstammt.  Sie wollen, dass der Spuk mit den angeblichen Weltuntergangs-Prophezeiungen ein Ende hat. Felipe Gomez von der Maya-Allianz Oxlaljuj Ajpop, sagt, dass Behörden und Tourismusveranstalter den Mythos, dass laut Maya-Kalender die Welt am 21. Dezember unterginge, für Profitzwecke missbrauchen. Gomez sagt auch: "Wir wehren uns gegen Betrug, Lügen und Tatsachenverdrehungen". Zudem kritisiert er beispielsweise die vom guatemaltekischen Kulturministerium für Dezember geplante Veranstaltung in Guatemala-Stadt, zu der etwa 90.000 Besucher erwartet werden, als reinen Show-Event. "Folklore für Profit" nicht mehr und nicht weniger.

In etlichen Dokumentationen, Filmen und Büchern wurde der angebliche Weltuntergang am 21. Dezember 2012 prognostiziert und zu einem regelrechten geschmacklosen Kult aufgepeitscht. Man bezog sich auf die Tatsache, dass an dem besagten Tag ein knapp 400 Jahre andauernder Zyklus des Maya-Kalenders ein Ende hat. Doch wo ein Ende ist, da ist auch immer ein Anfang. "Übersehen" wird bei den Behauptungen nämlich die Tatsache, dass damit ein neuer Zeitabschnitt beginnt. Gomez sagt, dass uns allen mit dem Beginn des neuen Zyklus "große Veränderungen auf persönlicher, familiärer und gemeinschaftlicher Ebene" bevorstünden, die zu Harmonie und Gleichgewicht zwischen der Menschheit und der Natur führen.

Das hört sich doch schon viel besser an! Also, ihr Lieben, dann lasst mal eurer Fantasie freien Lauf und stellt euch schon mal das Paradies auf Erden vor – Zeit wird’s!

 

Quelle: n-tv.de

Kategorien: Allgemein Rubriken: Frieden, Liebe
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