BMW schafft 3.000 neue Stellen in Deutschland

Autor: Gute Nachrichten am 30. September 2012 

Der Autobauer aus München will bis Ende 2013 in Deutschland 3.000 neue Stellen schaffen. Darauf konnten sich vor kurzem der Vorstand von BMW und die Arbeitnehmervertreter einigen und man hat das Vorhaben in der Zwischenzeit auch schriftlich fixiert. Im Zuge dieses Abkommens hat man sich auf zwei Dinge geeinigt: Auf der einen Seite sollen mehr Leiharbeiter fest angestellt werden, auf der anderen Seite hat sich die Belegschaft zu mehr Flexibilität verpflichtet.

BMW
BMW-Zentrale: 3.000 Stellen in Sicht.
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Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen sagte in einem "pressetext"-Interview: "Mit dieser Vereinbarung haben die Verhandlungspartner einen hervorragenden Kompromiss gefunden. Dadurch wirkt man einer unternehmensinternen Zwei-Klassen-Gesellschaft deutlich entgegen und schafft Vertrauen."

Der BMW-Konzern beschäftigt im Vergleich zu Audi und Daimler mehr Leiharbeiter als diese beiden anderen Premium-Hersteller. Die IG Metall gibt an, dass bei BMW momentan 11.000 Arbeitnehmer beschäftigt sind, die sich in einem Leiharbeitsverhältnis befinden würden. Die 3.000 neu geschaffenen Jobs sollen vorwiegend aus diesem Pool besetzt werden.
Die jetzige Einigung sieht vor, dass als Gegenleistung zu den neuen 3.000 Fixanstellungen die Arbeitszeiten der rund 70.000 Mitarbeiter in Deutschland noch mehr als bisher flexibilisiert werden können. Im Bedarfsfall können Schichten verlängert oder auch verkürzt werden. Der Arbeitsgeber darf in Spitzenzeiten in Zukunft auch Pausen streichen. Damit will Vorstand Harald Krüger die Standorte noch produktiver machen.

Dudenhöffer sagt zur Lage bei BMW: "BMW ist trotz der Krise derzeit gut unterwegs und kann sich in den verschiedenen Märkten behaupten. Investitionen in Schlüsseltechnologien und die Kooperation mit Toyota spielen dabei eine wichtige Rolle für die Zukunft."

 

Quelle: pressetext.com

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