Klimabilanz-Studie: Tiefkühlprodukte vergleichbar mit Frischware

Autor: Gute Nachrichten am 11. September 2012 

Tiefgekühlte Ware ist besser als man angenommen hat: Das zeigt zumindest eine veröffentlichte Klimabilanz-Studie vom Öko-Institut Freiburg und dem Deutschen Tiefkühlinstitut. Sie ergab, dass Tiefkühlprodukte vergleichbar mit nicht gefrorenen Lebensmitteln aus Dose oder Glas und ebenso mit selbst zubereiteten Lebensmitteln sind.

Tiefkuehl-Produkte, Klimabilanz
Tiefkühlkost weit weniger klimaschädlich als ihr Ruf.
Bild-Quelle: Gabi Schoenemann / pixelio.de

Die Klimabilanz-Studie bestätigt damit die Zwischenergebnisse aus dem vergangenen Jahr. Der verantwortliche Bereichsleiter Carl-Otto Gensch für die Klimabilanz am Öko-Institut erklärt: "Tiefkühlprodukte gelten häufig als klimaschädlich. Die Ergebnisse der von uns durchgeführten Studie zeigen jedoch, dass die Klimabilanzen von Tiefkühlkost und ihren Vergleichsprodukten auf einem Niveau sind." So seien demnach auch die Umweltauswirkungen der Distribution, was Transport und Lagerung beinhaltet, in allen untersuchten Produktgruppen sehr viel geringer als man das bisher angenommen hatte. Sie weisen sogar die niedrigsten Werte von allen bilanzierten Produktgruppen an Treibhausgasemissionen auf. Bei beispielsweise beliebten Produkten, wie Hühnerfrikassee und Pizza liegt der Anteil von Transport und Lagerung an der Gesamtbilanz bei lediglich zwei bis maximal sechs Prozent.

Nicht die Angebotsform selbst ließe auf eine gute oder schlechte Klimabilanz schließen, wie die Wissenschaftler berichten, sondern entscheidender seien die Produktzusammensetzung, das Einkaufverhalten, die Lagerung im Haushalt und die Zubereitung. Das heißt also, dass auch der Verbraucher selbst, durch einen umsichtigen Umgang mit Lebensmitteln im Haushalt, einen entscheidenden Beitrag zu mehr Klimaschutz leisten könnte. Durch die neuen Erkenntnisse wurden deshalb vom Deutschen Tiefkühlinstitut bereits Verbraucher-Tipps für den klimafreundlichen Umgang mit Tiefkühlprodukten entwickelt.
Umso mehr freut es die Verbraucher zu hören, dass auch die Tiefkühlindustrie in Sachen Energieeffizienz bereits nachgerüstet hat: Die meisten Produktionsstätten verfügen mittlerweile über sogenannte Wärmerückgewinnungssysteme. Das heißt, dass die verbrauchte Energie somit wieder nutzbar gemacht und anderweitig eingesetzt wird, wie zum Beispiel zu Heizzwecken.

Jeder einzelne kann etwas für den Klimaschutz tun. Darum freut man sich auch von den "Großen" etwas Positives in dieser Richtung zu erfahren. Man kann nur etwas im großen Ganzen erreichen, wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt.

 

Quelle: uni-protokolle.de

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