Der Islam und das Mohammed-Video

Autor: Gute Nachrichten am 25. September 2012 

Seit Tagen wird Fernsehen, Funk und Presse von den "furchterregenden" Folgen der Ausstrahlung des "beleidigenden" Mohammed-Videos beherrscht. Das was wir hören, lesen und sehen ist die eine Seite der Medaille, die Angst einflößende, beunruhigende. Aber man weiß, jede Medaille hat zwei Seiten. Megan Reif, eine Politikwissenschaftlerin an der University of Colorado hat sich diese andere Seite gründlich angeschaut und kommt zu Ergebnissen, die die Sache in ein ganz anders Licht taucht.

Moschee
Bild-Quelle: Angela Parszyk / pixelio.de

Was glaubt man, bis jetzt zu wissen? Dass 1500 Millionen Muslime auf die Straßen rennen, um ihren Hass dem Westen ins Gesicht zu brüllen und den Tod des Regisseurs zu verlangen.
Zu welchen Ergebnissen kommt Megan Reif? Sie liefert Zahlen, die mehr aussagen als das x-te Video in "heute" oder der "Tagesschau".

Hier sind die Zahlen: In Ägypten leben etwa 80 Millionen Muslime, gegen das Mohammed-Video haben etwa 2.500 protestiert. Nur zur Erinnerung: beim Sturz des Mubarak-Regimes haben 250.000 Ägypter demonstriert. Im Jemen demonstrierten 2.000 Menschen und in Syrien gerade mal fünfhundert. Im Iran waren es 5.000 (bestellte) Demonstranten bei 74 Millionen muslimischen Einwohnern. In der zweitgrößten muslimischen Gemeinde der Welt, in Indien, demonstrierte – niemand. Wohlgemerkt, in Indien leben mehr Moslems als in allen arabischen Staaten zusammen. So könnte man die Aufzählung noch weiter fortsetzen.

Bei diesen Zahlen ist einem schnell klar, dass die große Mehrheit der Muslime an dem unsäglichen YouTube-Video so viel Interesse hat, wie wenn "in China ein Sack Reis umfällt".
Die große Wut der islamischen Welt auf den Westen ist ein Geschöpf der Mainstream-Medien. Lassen wir die Kampagne mit großer Gelassenheit an uns vorbeiziehen, sicherlich wird bald die "nächste Sau durchs Dorf getrieben".

 

Quellen: sitemaker.umich.edu; welt.de

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