Verkalkte Wasserhähne – ärgerlich aber reparabel

Autor: Goose am 7. September 2012 

Es gibt Regionen, in denen ist das Wasser extrem hart und es gibt Regionen, die sich über weiches Wasser freuen. Hartes Wasser hat zwar auch seine Vorteile: So ist zum Beispiel der Wasserstrahl durch den Kalk härter, das heißt, es wird zum Aus- und Abspülen weniger Wasser benötigt. Doch dieser Vorteil steht in keinem Verhältnis zu den Nachteilen, denn die Kalkablagerungen an Wasserhähnen, in den Maschinen und Ähnlichem hinterlassen deutliche Spuren und können Elektrogeräte schädigen.

Wasserhahn
Bild-Quelle: Ivi / pixelio.de

Lange bevor euer Wasserhahn das Wasser nur noch in Tröpfchenform abgibt, findet ihr die ersten dicken Kalkspuren auf euren Armaturen. Auf gar keinen Fall solltet ihr dem Kalk dort mit einem scharfen Reinigungsmittel und/oder einer Art Stahlwolle zu Leibe rücken. Die überwiegende Zahl der Armaturen hat eine Silberlegierung, die ihr damit verletzt und bei häufigerem Wiederholen der Prozedur auch abkratzen würdet. Nehmt am besten einen mit Essig getränkten Lappen, wickelt ihn um die Armatur und lasst den Essig über Nacht einwirken. Am folgenden Tag könnt ihr den Kalk einfach abwischen. Um das Entstehen dicker Kalkspuren zu vermeiden, solltet ihr die Armaturen nach der Benutzung stets abtrocknen.

Fängt der Wasserhahn an, statt eines Strahls nur noch ein Rinnsal abzugeben, wird das Entkalken des Siebes fällig. Um den Kalk hier herauszulösen, stehen euch zwei Wege zur Verfügung. Ihr könnt einen Plastikbeutel mit einem Wasser-Essig-Gemisch füllen, um den Hahn binden und über Nacht den Essig für sich arbeiten lassen. Am nächsten Tag müsste der Kalk sich aufgelöst haben und das Wasser wieder normal fließen. Alternativ nehmt ihr eine Rohrzange und wickelt ein Tuch um den Einsatz, dann vorsichtig das Sieb abschrauben. Im nächsten Schritt bereitet ihr eine Wasser-Essig-Lösung vor, in die ihr das Sieb über Nacht legt. Am folgenden Tag kann man das Sieb wieder einschrauben - aber bitte das Tuch nicht vergessen, sonst verkratzt man den Einsatz.

Haushaltsessig oder, wenn der Kalkansatz extrem ist, Essigessenz sind noch immer die besten Mittel, um Kalk zu entfernen. Es steht aber auch eine Reihe von speziellen Kalklösern im Handel zur Verfügung. Wenn ihr auf die handelsüblichen Mittel zurückreifen möchtet, achtet möglichst auf ein umweltfreundliches Präparat, also eines auf organischer Basis. Zitronensaft hilft ebenfalls bei leichten Kalkspuren. Salzsäure, wie in so vielen alten Haushaltsbüchern geraten wird, solltet ihr besser nicht benutzen. Diese Säure ist extrem aggressiv und greift die Armaturen an. Wenn all das nicht hilft, ist es wohl an der Zeit sich von seinem Wasserhahn zu verabschieden und sein Geld in ein neues, robusteres Modell zu investieren.

Kategorien: Allgemein Rubriken: Wasser
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