USA bremsen ihre Banken aus

Autor: Gute Nachrichten am 22. August 2012 

Die gefürchtete Freude der US-Banken am Risiko, die ihren traurigen Höhepunkt mit der Lehman-Pleite im Jahr 2008 erlebte und damals das gesamte Finanz- und Wirtschaftsleben beinahe zu Fall gebracht hatte, soll den amerikanischen Banken schnellstmöglich verdorben werden. Die vom US-Finanzministerium geplante sogenannte "Volcker-Regel", benannt nach dem früheren US-Notenbankchef Paul Volcker, soll Ende 2012 fertig sein und sofort umgesetzt werden.

Wall Street, Banken ohne Risikofreude
Bild-Quelle: Rainer Sturm / pixelio.de

Was versteckt sich nun hinter der Volcker-Regel? In einfachen Worten ausgedrückt, verbietet sie den Großbanken, auf eigene Rechnung mit riskanten Wertpapieren zu handeln. Weiterhin muss der Eigenhandel vom Geschäft mit Kundengeldern getrennt werden. Diese Regel ist wesentlich sinnvoller und wirksamer als die bei uns geplante, weitgehend sinn- und wirkungslose Finanztransaktionssteuer.

Bei der ersten Vorstellung der US-Aufsichtbehörden dieses Vorschlags im Oktober 2011 hat man bei den Bankern blankes Entsetzen hervorgerufen und das wohl nicht ohne Grund aus deren Sicht.

Kann es sein, dass dies ein erster Schritt ist, die unseriöse Zockerei an den Finanzmärkten auf Kosten der Allgemeinheit zu beenden? Schön wäre es, wenn die europäischen Finanzplätze die Volcker-Regel übernehmen würden. Gerne dürfen sie dann die Volcker-Regel in "Schäuble-Regel" oder "Draghi-Regel" umbenennen, ein wenig Eitelkeit darf schon sein, Hauptsache, die Regel würde eingeführt werden.

 

Quelle: handelsblatt.com

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