Oscar Pistorius: trotz Kontroverse eine gute Nachricht

Autor: Sillikina C. am 8. August 2012 

Die Teilnahme des als "Blade Runner" bekannten Südafrikaners Oscar Pistorius beim 400 Meter-Lauf bei den Olympischen Spielen 2012 hat in den letzten Tagen und Wochen viele kontroverse Diskussionen ausgelöst. Pistorius hatte schon von frühester Kindheit an keine Wadenbeine und Füße mehr, und ist daher für die alltägliche Fortbewegung auf zwei Prothesen angewiesen. Sein Start in Olympia war umstritten, er startete gegen heftigen Widerstand – doch trotz der Kontroverse (und trotz seines Scheiterns im Halbfinale) verdienen es Menschen wie Oscar Pistorius, ein wenig gefeiert zu werden.

Oscar Pistorius
Bild-Quelle: Elvar Freyr / commons.wikimedia.org

Ob seine Teilnahme an den olympischen Spielen ein Meilenstein für die Integration behinderter Menschen darstellt, oder ob er aufgrund seiner Prothesen einen unfairen Vorteil den anderen Läufern gegenüber hatte, sei dahingestellt.

Dass es aber technisch möglich ist, Prothesen herzustellen, die einem Mann ohne Beine nicht nur eine normale Fortbewegungsweise auf zwei Beinen ermöglichen, sondern ihn sogar zu einem der schnellsten Läufer unseres Planeten machen können, ist auf jeden Fall eine gute Nachricht.

Dass es Menschen gibt wie Oscar Pistorius, die schwerstbehindert geboren werden und, statt zu verzagen, ihr Leben in die Hand nehmen und zu etwas außergewöhnlichem machen, das ist auch eine gute Nachricht.

Vor der Hoffnung, der Leidenschaft und der Disziplin, die solche Menschen antreibt, sollte man den Hut ziehen – Kontroverse hin oder her.

Ein Hoch also, nicht auf den umstrittenen Olympioniken, sondern auf den Menschen Oscar Pistorius.

 

Autor: Sillikina C.

 

 

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