Genügend Wasser am Tag kann Kopfschmerz lindern

Autor: Gute Nachrichten am 19. August 2012 

Durch etwa sieben Gläser Wasser pro Tag können Kopfschmerzen und sogar Migräne gelindert werden. Das haben Wissenschaftler der Universität Maastrich in der Zeitschrift "Family Practice" deklariert.

Ein Glas Wasser schon zum Frühstück, Wasser-Glas
Gleich schon zu Beginn des Tages mit einem Glas Wasser beginnen.
Bild-Quelle: Lichtbild Austria / pixelio.de

Studienleiter Mark Spigt sagt, "Manche Kopfschmerz-Patienten dürften von zusätzlicher Wasseraufnahme profitieren. Die Empfehlung an Betroffene scheint angebracht, über eine kurze Zeitspanne mehr Wasser zu trinken. Man kann somit selbst austesten, ob sich das Kopfweh bessert".

Eine Anekdote aus dem Jahr 2005 war der Anlass zu dieser Studie: Damals hatte ein Patient berichtet, dass er öfter wegen eines Blasenproblems trinken musste und dabei feststellte, dass seine Migräne weniger wurde. In der neuesten Studie untersuchten die Forscher über 100 Patienten, die des Öfteren an mittelschwerem bis hin zu schwerem Kopfschmerz litten. Den Probanden wurden diverse Bewältigungstechniken aufgezeigt, die von Stressminderung bis zu Maßnahmen der Schlafverbesserung reichten. Jeder zweite wurde zudem aufgefordert täglich 1,5 Liter Wasser zusätzlich zu trinken.

Und tatsächlich erwies sich die zusätzliche Portion Wasser als äußerst hilfreich gegen den Kopfschmerz: jene die mehr Wasser als sonst tranken hatten zum Ende der Studie hin weniger Kopfschmerzen, wie die Ergebnisse des Fragebogens zeigten. In der Wasser-Gruppe kreuzten 47 Prozent der Testpersonen auf einer Zehn-Punkte-Skala eine Verbesserung von sechs an, während es bei der Kontrollgruppe nur 25 Prozent waren, die solch eine Verbesserung spürten. Leider muss man dazu sagen, dass sich die Anzahl der Kopfschmerztage bei keiner der beiden Gruppen reduzierte.

Stefanie Förderreuther, Generalsekretärin der Deutschen Migräne- und Kopfwehgesellschaft, erklärt in einem Interview gegenüber dem "pressetext": "Es ist eine lang bekannte klinische Erfahrung, dass Unregelmäßigkeiten im Tagesablauf Migräne-Attacken auslösen können". Bei einem Migräne-Anfall spielen also meist mehrere Faktoren zusammen. "Eine dieser Faktoren scheint, neben Hormonschwankungen oder Stressbelastungen, auch zu geringe Flüssigkeitszufuhr oder das Auslassen einer Mahlzeit zu sein", fügt die Expertin hinzu.

Also Trinken verhindert wahrscheinlich keinen Kopfschmerz, aber kann davor schützen, dass der unangenehme Schmerz schlimmer wird und man letztendlich zu chemischen Hilfsmitteln greifen muss. Gönnt euch immer genügend Ruhe und trinkt nicht zu wenig. In diesem Sinne: "Prost".

 

Quelle: pressetext.com

 

Kategorien: Gesundheit Rubriken: Alternative Medizin, Wasser
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