Umweltschutz schafft viele Arbeitsplätze

Autor: Gute Nachrichten am 27. Juli 2012 

Eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt, dass die Erneuerbaren Energien ein großer Joblieferant sind. In Deutschland arbeiten allein zwei Millionen im Bereich der Erneuerbaren Energien.

Erneuerbare Energien, Windkraft, Energie und Romantik
Bild-Quelle: Thommy Weiss / pixelio.de

Dietmar Edler, einer der beiden Studienautoren, sagte in einem "pressetext"-Interview, "Dank der Erneuerbaren Energien ist die Beschäftigtenzahl im Umweltschutz seit 2006 stetig gestiegen und wird dies aller Voraussicht nach auch in den folgenden Jahren tun, wenn auch in abgeschwächter Form".

Mehr Arbeitsplätze durch Energiewende

Die Erhebung im Auftrag des Bundesumweltamtes sowie des Bundesweltministeriums zeigt, dass im Jahr 2008 4,8 Prozent der Berufstätigen in Deutschland im Umweltschutz tätig waren. Die vorliegenden Zahlen für das Jahr 2008 belegen alleine 320.000 Beschäftigungen, was eine Verdoppelung im Vergleich zum Jahr 2004 bedeutet. Für das Jahr 2011 schätzt man einen weiteren Anstieg von zusätzlich 60.000 Arbeitsplätzen. Somit gelten die Erneuerbaren Energien als stärkste Wachstumsbranche.

Sparten wie Ökotourismus, umweltorientierte Versicherungswirtschaft und produktintegrierter Umweltschutz wurden bei der Studie nicht berücksichtigt. Das bedeutet, es ist durchaus möglich, dass die tatsächliche Beschäftigungszahl im Umweltschutz sogar höher liegt. Die klassischen Umweltschutz-Jobs wie Abfallbeseitigung, Lärmbekämpfung, Luftreinhaltung oder Gewässerschutz gingen laut Edlers Aussagen zurück. Doch er betont auch, dass neben den Erneuerbaren auch der Export von Umweltschutzgütern oder Umweltorientierten Dienstleistungen eindeutige Jobmotoren sind.

Irrtum der "Experten" widerlegt

Der pressetext schreibt außerdem, dass die Onlinezeitung "Glocalist" in den Ergebnissen noch eine andere Bedeutung sieht und an diese erinnert: Vor langer Zeit hatten Unternehmensverbände und Experten davor gewarnt, dass der Umweltschutz bloß Arbeitsplätze kosten würde. Doch dieser "fatale Irrtum" zeige uns heute, dass von den Verbänden reklamierte "Wahrheiten ohne Alternative" zu oft an deren Interessenlage orientiert seien. Heute würde man Ähnliches hören, wenn man über Banken, Demokratie oder anderes Wachstum spräche, meint das Zivilgesellschafts-Medium.

Den Download zur Studie findest du hier.

Eine allgemeine Anmerkung meinerseits: Ängste schüren und die strikte Konzentration darauf, wie man Profit macht, liegt immer noch weit vorn im Spiel mit der Gier ums Geld. Schön, dass man auch andere Dinge durch das World Wide Web erfährt und somit auch der "kleine Mann" an interessante Informationen kommen kann. Was man dann glauben möchte, dass bleibt wie immer jedem selbst überlassen.

 

Quelle: pressetext.com

 

Kategorien: Wirtschaft Rubriken: Alternative Energien
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