Lebens- und Hilfsmittel im Tausch für Müll

Autor: Gute Nachrichten am 25. Juli 2012 

In Zentral- und Südamerika hat man sehr großen Erfolg: Anlieferer bringen Abfälle und recycelbares Material und werden dafür mit Obst und Gemüse "bezahlt". Diesem System möchte sich jetzt auch Mexico City anschließen.

Frisches Obst und Gemuese
Bild-Quelle: Lichtbild Austria / pixelio.de

In Jundiai in Brasilien funktioniert das Programm Delious Recycling bereits seit zehn Jahren. Es ist eine geniale Sache, eine Win-Win-Idee für alle Beteiligten, meint auch der Bürgermeister Miguel Haddad. Er erzählt, dass früher die Kanäle durch die Abfälle verstopft gewesen seien, was Hochwasser in die Straßen brachte. Dank der Müllbeseitigung kann der Strom problemlos abfließen und zudem werden die Menschen mit frischer Ware belohnt.

In Curitiba in Brasilien setzt man bereits seit 1991 auf dieses Programm. Der Auslöser für diese geniale Idee war, dass die Bauern einfach zu viel Obst und Gemüse nach der Ernte übrig hatten. Die Folge war, dass sie ihre Ware nicht an den Mann brachten und auch die Preise fielen. Mit dem Prinzip "trash-for-food", das auch dem ärmeren Volk eine faire Chance bietet, konnte man bereits in den ersten fünf Jahren 45.000 Tonnen Abfall sammeln. Später beteiligten sich auch Schulen daran. Durch die recycelbaren Abfälle gewannen diese wiederum Laptops o. ä. Artikel, die beim Lernen Unterstützung bieten sollten. Nun kam die überschüssige Ernte an den Mann und wurde nicht etwa weggeworfen.

Das klingt ermutigend und brachte nun auch den Verwaltungschef in der Hauptstadt Mexikos dazu, dem nachzueifern.

Eine super Idee, die hoffentlich weiterhin so erfolgreich umgesetzt wird.

 

Quelle: treehugger.com, fastcoexist.com

Kategorien: Kultur Rubriken: Recycling
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