Mann mit Fehlsichtigkeit durch 3D-Film geheilt

Autor: Gute Nachrichten am 31. Juli 2012 

Unfassbar aber wahr: Der 67-jährige Psychologie- und Neurologieprofessor Bruce Bridgeman war sein Leben lang stereoblind. Das bedeutet, dass er nicht dreidimensional (räumlich) sondern nur zweidimensional sehen konnte. Dazu kam es, weil auf einem seiner Augen eine Sehschwäche auftrat, die verhinderte, dass beide Augen richtig zusammenarbeiteten. Doch seit einem Kinobesuch zu einem 3D-Film kann Bridgman wieder räumlich sehen.

3D-Kino, Mann durch 3D-Film geheilt, Mann kann wieder dreidimensional sehen
3D-Filme: mehr als nur ein Seh-Vergnügen?
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Ein Tag, den der 67-Jährige aus Santa Cruz wohl nie mehr vergessen wird: Als er mit seiner Frau den Film "Hugo" von Martin Scorsese in 3D ansehen wollte, musste auch er, wie alle anderen Kinobesucher, die entsprechende Gebühr für eine 3D-Brille bezahlen. Für ihn war es vollkommen klar, dass er das Geld dafür zum Fenster hinaus werfen würde. Dennoch, die Brille setzt er wie jeder andere auf - gut so, denn was dann geschah, war etwas, was er sich nie hätte erträumen lassen. Während der Vorstellung veränderte sich plötzlich Bridgmans Sehvermögen. Der Film war nicht mehr, wie sonst, zweidimensional sondern eindeutig in der dritten Dimension zu sehen. Bridgman teilte der britischen "BBC" mit, dass es eine ganz neue Perspektive gewesen sei und sehr aufregend für ihn war.

Es stellte sich heraus, dass es nicht nur bei diesem kurzen Vergnügen blieb, denn auch als bereits der Abspann lief, bemerkte Bridgman, dass er weiterhin normal sehen konnte. "Ich war überrascht, dass sich ein Laternenfahl plötzlich deutlich vor dem Hintergrund abzeichnete. Bäume, Autos, sogar Menschen schienen plötzlich viel lebendiger als ich es je zuvor gesehen hatte", erzählte er der "BBC". Und weiter: "Wenn ich mit anderen Leuten draußen war und sie sich über einen Vogel in einem Baum unterhielten, dann schaute ich noch immer in den Baumwipfel, wenn alle anderen schon wieder weg guckten. Für sie war der Vogel schon weitergehüpft, für mich war er noch Teil des Hintergrunds." Die Zeiten, in denen er sich auf seine physischen oder visuellen Hinweise verlassen musste, um die Tiefe eines Gegenstands zu erahnen, sind nun vorbei.

Zehn bis 15 Prozent der Menschen sind stereoblind. Eine Menge! Um ihre Sehschwäche zu behandeln, werden oft durch eine visuelle Therapie geometrische Figuren eingesetzt, um das Gehirn wieder darauf zu trainieren, Tiefe zu erkennen. Dieser oder ein so ähnlicher Effekt setzte offenbar bei Bruce Bridgman während seines Kinobesuches ein. Sein Gehirn wurde ausreichend stimuliert, so dass er diese neue Seh-Erfahrung auch nach dem Film beibehielt.

Also, ihr Lieben, hört nie auf an Wunder zu glauben. Es gibt sie wirklich! 🙂

 

Quelle: yahoo.de

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