Medikamente sollen günstiger werden

Autor: Gute Nachrichten am 23. Januar 2012 

Bisher konnte die Pharmaindustrie selbst den Preis für neue Medikamente bestimmen. Das neue, vom damaligen Gesundheitsminister Rösler auf den Weg gebrachte Arzneimittelgesetz, bricht dieses Preismonopol.

Bild-Quelle: Süddeutsche

Hierzu ein Beispiel aus der Praxis:


Es gibt seit ca. 5 Jahren ein neues Mittel gegen Bluthochdruck mit den Wirkstoffen Valsartan und Hydrochlorothiazid. Dieses Mittel hat sehr wenig Nebenwirkungen und ist für die Mehrheit der Patienten sehr gut verträglich. Bis Ende 2011 kosteten 98 Tabletten in der Variante 160/12, mg etwa 105 €. Diese Packungsgröße reicht für 14 Wochen. Jetzt, nach dem Auslaufen der Patente kostet das gleiche Medikament als Generikum zwischen 25 und 30 €, je nach Hersteller.


Damit wir uns nicht falsch verstehen. Die Entwicklung eines neuen Medikamentes kann sehr viel Geld verschlingen und der Hersteller muss natürlich die Möglichkeit haben, die Forschungs- und Entwicklungskosten über den Verkaufspreis wieder hereinzuholen. So weit so gut. Aber wenn jetzt das Medikament zu einem Viertel des alten Preises angeboten werden kann, dann hat sich der Entwickler des Produktes auf Kosten der Beitragszahler der Krankenkasse daran wohl ein goldenes Näschen verdient.

Man sollte sich vor Augen halten, dass uns in Deutschland ein Kollaps des Krankenkassensystems droht. Schon alleine aus diesem Grund ist die Nachricht über die erstmalige Anwendung des Arzneimittelgesetzes für uns alle eine gute Nachricht.

Mehr Infos zum Thema finden Sie hier.

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